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Anwendungen

Der Wearable‑Markt deckt mehrere Anwendungen ab, die im Wesentlichen in zwei wichtige Bereiche unterteilt werden können: Wearables mit einer einzigen Funktion und Smart Wearables. Geräte mit einer einzelnen Funktion stecken in Fitnessbändern, Actionkameras und Personal Trackern, während Smart Wearables heute hauptsächlich aus Smart Watches und Datenbrillen bestehen. 

 
Fitnessbänder & vernetzte Uhren

Am Körper getragene Fitnessbänder zählen Schritte, verbrannte Kalorien, messen den Puls und mehr. In den letzten Jahren haben sie bereits eine sehr hohe Marktdurchdringung erreicht. Der Grund für ihren Erfolg liegt in ihrer Einfachheit, den niedrigen Kosten und dem flachen Design. Fitnessbänder und vernetzte Uhren verfügen beide über Bluetooth- und Mobilfunkkonnektivität und laufen mit sehr kleinen Akkus, die normalerweise erst nach Wochen wieder aufgeladen werden müssen.

 
Sportzubehör

Der Hauptzweck von Sportzubehör liegt in der genauen Aufzeichnung der Trainingsleistungen, oft unabhängig von Smartphone‑Konnektivität. Es verbindet sich mit der Welt um uns herum über die Kurzstrecke per Bluetooth und/oder über die Langstrecke per LTE‑Mobilfunkkonnektivität und sammelt Standortinformationen über GNSS. Dieses Zubehör benötigt Wireless- und Positionierungslösungen mit weniger Energieverbrauch, um mehr Funktionen innerhalb desselben Energie‑Budgets (z.B. Pulsmesser) unterbringen zu können oder einfach um einen kleineren Akku nutzen zu können, sodass das Produkt flacher wird und ein breiteres Publikum anspricht (beispielsweise Vorlieben von Frauen). Allerdings hat bei diesen Geräten das genaue Erfassen der Leistungen Priorität gegenüber dem niedrigen Energieverbrauch. 

 
Kameras

Es gibt verschiedene Typen von Wearable‑Kameras: Actionkameras wie eine GoPro, die Aufnahmen Ihres Sports oder Ihrer Aktivitäten machen kann, die neuen 360 Grad oder Virtual Reality‑Kameras, die zunehmend eingesetzt werden, um sich durch „immersive Präsenz“ mitten hinein zu begeben, sowohl in professionellen Anwendungen, wie bei der Sammlung von TV‑Nachrichten, als auch zum Vergnügen; des Weiteren sind die Bodycams der Polizei zu nennen, um die Interaktion zwischen Polizisten und möglichen Straftätern aufzunehmen. Diese Kameras laufen normalerweise sechs Stunden, bevor sie aufgeladen werden müssen, und nutzen sowohl Wireless‑Konnektivität (Bluetooth/Wi‑Fi/Mobilfunk) als auch Positionierungstechnologie (GNSS).

 
Wearables (nicht am Handgelenk)

Diese Geräte sammeln typischerweise Sensorinformationen an einer bestimmten Stelle des Körpers. Sie speichern die Daten lokal, wobei sie später manuell hochgeladen werden, oder sie übertragen die Daten per Bluetooth Low Energy bzw. ein Gateway mit Bluetooth Low Energy/Mobilfunk, das am Handgelenk getragen wird, an ein Smartphone. Ein Beispiel für ein derartiges Zubehörgerät sind die Einlegsohlen in einem Sportschuh mit Sensoren zur Messung des Fusskontakts (Druck, Winkel usw.) mit dem Boden. Die Akkus für diese Geräte halten normalerweise ungefähr drei Tage.

 
Asset Tag Tracker

Personal Asset Tracker basieren auf Bluetooth Low Energy, laufen auf einer Primärzelle, können überall installiert werden und kosten wenig. Sie sollen hauptsächlich verhindern, dass Wertgegenstände wie Schlüssel, Geldbeutel oder Telefone verloren gehen. Die Geräte nutzen das Smartphone GNSS, um die letzte Position des verloren gegangenen Geräts zu finden, wenn es sich ausserhalb der Reichweite von Bluetooth Low Energy befindet. Für bewegliche Ziele wie Hunde oder Fahrräder wird eine Funktion genutzt, das sog. „Crowd‑Finding GNSS“. Allerdings ist dies überhaupt nicht effizient, da bei anderen Smartphone‑Nutzern die entsprechende App auf dem Telefon installiert sein muss, um den verloren gegangenen Gegenstand zu finden, wenn er in die Reichweite von Bluetooth Low Energy kommt. Einige dieser Asset Tag Tracker haben nun auch Mobilfunktechnologien mit niedrigem Energieverbrauch integriert, um die Nutzung von fremden Telefonen zu vermeiden. Dies ist besonders sinnvoll, wenn sich der Tracker ausserhalb einer Stadt befindet.

 
Personal Tracker

Personal Tracker können herausfinden, wo sich Haustiere, Senioren und Kinder aufhalten, die kein Smartphone dabei haben. In diese Geräte ist GNSS integriert. Die Besitzer, Betreuer oder Eltern wissen dann jederzeit, wo sich ihre Schützlinge gerade aufhalten. Die Daten werden drahtlos per Bluetooth- oder Mobilfunktechnologien übertragen. Da diese Geräte über mehrere Tage hinweg funktionieren müssen, verfügen Sie über einen Betriebsmodus mit geringer Einschaltdauer („Duty Cycle“) für GNSS. Das bedeutet, dass sie alle paar Stunden die Standortermittlung nur für ein paar Minuten einschalten, um den Standort zu aktualisieren und die Akkulaufzeit zu verlängern. Ihre Akkus halten normalerweise ungefähr drei Tage.

 
Personennotrufsystem (mPERS)

Ein spezieller Personal Tracker ist der mPERS (Personal Emergency Response System), ein Personennotrufsystem, das beispielsweise bei Demenzpatienten eingesetzt wird. Diese Geräte nutzen dieselben Technologien wie Personal Tracker, können allerdings auch über Wi‑Fi‑Konnektivität verfügen. Das Hauptziel dieser Tracker besteht darin, die Familie oder Betreuer zu alarmieren, wenn die getrackte Person sich ausserhalb des erwarteten Bereichs befindet. Dabei wird Geo‑Fencing eingesetzt. Verlässt ein Gerät den Bereich, wird ein Alarm ausgelöst und der Standort jede Sekunde gesendet. Dank GNSS mit extrem niedrigem Energieverbrauch ist es möglich, das Tracking kontinuierlich durchzuführen bei viel längerer Akkulebensdauer. Ihre Akkus halten normalerweise ungefähr drei Tage.

 
Smart Watches

Diese vernetzten Mehrzweck‑Uhren verfolgen einen Hybrid‑Ansatz, denn sie können gleichzeitig als Telefon, E‑Mail‑Interaktivitätswerkzeug und als einfache Uhr dienen sowie den Puls messen und die Beschleunigung und Gyroskopdaten erfassen. Aufgrund der zahlreichen Funktionen liegen ihr Energieverbrauch und ihre Preise hoch. Für Tracking- und Konnektivitätszwecke haben sie Bluetooth-/GNSS-/Mobilfunk-/Wi‑Fi‑Technologien integriert. 

 
Brillen

Zu technischen Wearable‑Brillen gehören Datenbrillen und VR/AR‑Brillen (Virtual Reality/Augmented Reality). In diesen teuren, hochwertigen Brillen sind Bluetooth-/GNSS-/Mobilfunk-/Wi‑Fi‑Technologien integriert. Sie können auch Daten von Beschleunigungsmessern und Gyroskopen aufzeichnen. Ihre Akkus halten normalerweise ungefähr sechs Stunden.

 
Intelligente Kleidung

Für das Tracking von Sportteams kann intelligente Sportkleidung eingesetzt werden. Diese enthält Sensoren, die den Puls, die Temperatur und die Leistung der einzelnen Teammitglieder messen, um die Performance des gesamten Teams zu optimieren. Diese Art von Kleidung sendet typischerweise die Sensordaten über Bluetooth Low Energy an ein Smartphone bzw. ein Bluetooth/Mobilfunk‑Gateway in die Cloud zur Analyse der Daten.