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Eine Lanze für IoT brechen

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Es ist zehn Jahre her, seit Steve Jobs das iPhone auf den Markt brachte, ein Jahrzehnt, in dem sein „Breitbild‑iPod, Handy und Internet‑Kommunikationsgerät“ unsere Kommunikationsweisen, die Art und Weise, wie wir auf Informationen zugreifen und Medien konsumieren, völlig verändert hat. Das iPhone war nicht das erste Smartphone, aber es machte den Zugriff auf Datendienste sehr einfach. So einfach, dass man nicht wirklich darüber nachdachte, dass die meisten sechs Monate zuvor nur auf einem Desktop‑Computer ins Internet gehen konnten.

Kein Wunder also, dass mit der steigenden Nachfrage nach Smartphones auch der Druck auf Normungsgremien, Gerätehersteller und Mobilfunkbetreiber stieg, mehr Bandbreite für Daten bereitzustellen – viel mehr Bandbreite. Und sie haben reagiert, was bisher in der Einführung von LTE- (Long Term Evolution) Netzwerken gipfelt, die den Verbrauchern als schnellere 4G‑Datenverbindungen für ihre Handys angeboten werden. Das altmodische Telefonieren wurde auf Hardware verlagert, die auf „alte“ 2G- und 3G‑Netze zugreifen konnte.

Dies lief solange gut, bis die Betreiber feststellten, dass sie dann schlussendlich Legacy‑Netzwerke ewig unterstützten müssen mit allen damit verbundenen direkten und indirekten Kosten. Also suchten sie einen Weg, Gespräche über LTE‑Netze zu führen. Das Ergebnis war der VoLTE‑Standard (Voice‑over‑LTE), der derzeit von führenden 4G‑Betreibern implementiert wird.

Durch die Verfügbarkeit von VoLTE reift bei den Entwicklern die Erkenntnis, dass ihre IoT‑Designs nicht mehr auf die Datenerfassung beschränkt sein müssen. Vielmehr könnten sie Mehrwert schaffen, indem sie auch Sprache integrieren – mit geringen Mehrkosten. Und das beflügelt interessante Ideen für die Implementierung von Sprache in IoT‑Produkte und -Dienstleistungen.

Aber zuerst – was nützt das Sprechen? Ich meine, im wahrsten Sinn des Wortes. Nun, es ist die anspruchsvollste, nuancenreichste und ausdrucksstärkste Art der Kommunikation, die der Mensch bis heute entwickelt hat. Auch wenn man sich mit anderen Dingen beschäftigt, wie z. B. mit den Händen arbeitet oder während der Fahrt die Strasse beobachtet, kann man noch leicht sprechen. Man kann damit grundlegende Informationen weitergeben und dabei enorme Mengen an Bedeutung über einen relativ bandbreitenarmen Kanal übertragen. Mit dem Aufkommen der Spracherkennung und Assistenten wie Siri und Cortana wird das Sprechen auch zu einer zunehmend effektiven Schnittstelle zu Maschinen.

Voice Support, kurz VoLTE, eröffnet daher vielseitige Möglichkeiten, IoT‑Produkte und -Dienste zu verbessern.

Welche weiteren Gestaltungsmöglichkeiten bietet die Sprache? Nun, Sie könnten ein Call Center oder sogar zentral gehostete Spracherkennungsdienste nutzen, um die Benutzeroberflächen von IoT‑Geräten, auf die nur selten Menschen zugreifen, neu zu gestalten. Anstatt beispielsweise einen teuren Touchscreen in eine Gebäuderegelung einzubauen, warum nicht einen Sprachkanal verwenden, um jemanden (oder etwas) zu bitten, die Steuerung für Sie anzupassen? VoLTE ermöglicht auch gleichzeitige Sprach- und Datenverbindungen, was in Pannenhilfesystemen oder medizinischen Warngeräten nützlich sein kann, wo Benutzer mit einem Bediener sprechen können, während Daten über ihre Situation an eine Einsatzzentrale übertragen werden.

Die Implementierung von VoLTE kann ziemlich einfach sein. Viele Unternehmen verwenden eines der 2G-, 3G- oder 4G‑Module von u‑blox, um Wireless‑Internetverbindungen für ihre IoT‑Designs zu implementieren. Die Einführung der VoLTE‑Produkte TOBY‑R202 und TOBY‑R200 macht es einfach, vorhandene Designs mit gleichzeitiger Sprach- und Datenunterstützung zu erweitern, da sie die gleichen mechanischen Spezifikationen wie viele dieser Module bieten. Kritische Firmware‑Updates, einschliesslich Sicherheitspatches sowie System- und Treiber‑Updates, können über FOTA (Firmware‑over‑the‑Air) abgewickelt werden.

Die LTE Cat 1‑Module TOBY‑R202 und R200 sind bereits zertifiziert, um VoLTE‑Unterstützung über das AT&T‑Netzwerk anzubieten. Beide arbeiten auf den LTE‑Bändern 2, 4, 5 und 12 und unterstützen auch Voice‑over‑2G- und/oder 3G‑Netzwerke als Fallback, wobei TOBY‑R202 Fallback auf den 3G‑Bändern 2 und 5 anbietet und TOBY‑R200 auf globalen 2G- und 3G‑Fallback zurückgreift.

Die Einführung des iPhone zeigte, dass eine durchdachte Integration verschiedener Formen der Interaktion und Kommunikation unsere Wahrnehmung dessen, was ein Gerät leisten kann, radikal verändern kann. Die Einführung von Sprachfunktionen in das Toolkit der IoT‑Entwickler kann eine ähnliche Möglichkeit bieten, ganze Kategorien von vernetzten Produkten und Diensten zu überdenken.