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Ein paar Dinge, die Sie noch nicht über LTE wussten

LTE

LTE. Die meisten von uns kennen LTE als die Technologie, mit der wir Videos auf unserem Handy ansehen können, aber in Wahrheit ist es viel mehr ist als das. Während wir mehrheitlich heute LTE für Smartphone‑Konnektivität in hoher Geschwindigkeit kennen, geht es nicht nur um höhere Geschwindigkeiten und Videostreaming.

Hier nennen wir drei Dinge, die Sie wahrscheinlich noch nicht über LTE wussten.

Nicht nur für Smartphones
Neben der Smartphone‑Konnektivität mit hoher Geschwindigkeit umfasst die neueste Version der LTE‑Advanced‑Spezifikation mehrere LTE‑Kategorien mittlerer und niedriger Geschwindigkeit, die für neu entstehende IoT‑Anwendungen über Smartphones hinaus entwickelt wurden.

Zu diesen Kategorien gehört LTE Cat 1, das Geschwindigkeiten von 10 Mbit/s unterstützt, was äquivalent zu 3G ist. Dies ist für Anwendungsfälle mit mittlerer Bandbreite wie Videoanrufe oder autonome Fahrzeugsteuerung geeignet. LTE Cat M1 bietet verbesserte erweiterte Abdeckung und noch besseren Energieverbrauch als LTE Cat 1. Als nächstes wäre eMTC zu nennen, das sich mit 1 Mbit/s für Anwendungen mit geringerer Bandbreite wie Telematik eignet. Und schliesslich gibt es noch Narrowband IoT (NB‑IoT), das mit Geschwindigkeiten von 27.2 kbit/s läuft.

Diese LTE‑Kategorien bieten die gleiche Mobilfunkleistung mit grosser Reichweite wie diese bewährte Technologie zu einem Preis, der für Anwendungen mit mittlerer und niedriger Bandbreite geeignet ist. Anstatt Gateways oder Router kaufen und die Infrastruktur aufbauen zu müssen, muss in IoT‑Geräte lediglich ein kompatibles LTE‑Modul integriert werden, um die Verbindung mit der Cloud herzustellen.

LTE kann wenig Energie verbrauchen.
Das LTE‑Modul in einem modernen Smartphone verbraucht ziemlich viel Strom, und das zu Recht, denn es erreicht mit Techniken wie MIMO rasend schnelle Geschwindigkeiten. Tatsächlich muss LTE jedoch nicht immer hoher Stromverbrauch bedeuten. Die neuen LTE‑Kategorien mit geringerer Bandbreite verbrauchen viel weniger Energie als LTE in unseren Smartphones.

NB‑IoT zum Beispiel ist ein besonders energieeffizientes Protokoll, das Narrowband‑Funktechnologie nutzt. Es wird bei Frequenzen unterhalb der Gigahertzgrenze eingesetzt, hat eine hervorragende Durchdringung im Innenbereich und eine Reichweite in der Grössenordnung von Kilometern, ist aber dennoch minimal im Energieverbrauch. Mit richtigem Design können NB‑IoT‑basierte Sensorgeräte 10 Jahre lang mit einer einzigen Knopfzelle auskommen.

Unterschiedliche Netzwerknutzungsmuster senken auch den LTE‑Energieverbrauch von IoT‑Anwendungen im Vergleich zu Anwendungen im Konsumgüterbereich deutlich. Unsere Telefone werden den ganzen Tag über ständig benutzt. IoT‑Geräte befinden sich dagegen die meiste Zeit im Schlafmodus und wachen in der Regel nur dann auf, wenn eine Nachricht übertragen werden muss. Dadurch kommen sie mit viel weniger Energie aus.

Mit diesen Nutzungsmustern und den in den neuesten LTE‑Standards festgelegten Energiesparmodi können sogar LTE‑Kategorien mit höherem Energieverbrauch, wie LTE Cat 1, bei IoT‑Anwendungen eine Batterielaufzeit von Monaten erreichen.

Wi‑Fi versus Mobilfunk
Eine Entwicklung, die im neuesten 3GPP Release 13 von LTE spezifiziert und für 5G vorgeschlagen wurde, ist das Verschwimmen von Wi‑Fi- und Mobilfunkkonnektivität. LTE und Wi‑Fi sind derzeit getrennte Technologien, aber in Zukunft könnten Mobilfunknetze ihre Nutzer vielleicht nahtlos in Wi‑Fi‑Netzwerken anmelden, wenn diese verfügbar sind. Und die Benutzer könnten in der Lage sein, transparent zwischen den Technologien zu wechseln.

Die LTE-/Wi‑Fi‑Aggregation ist eine weitere Möglichkeit für Mobilfunktechnologien, das unlizenzierte Spektrum zur Verbesserung der Netzwerkkapazität zu nutzen, insbesondere in Gebieten, die bereits mit Wi‑Fi‑Signalen abgedeckt sind. Dies wird dazu beitragen, die derzeit in Gebieten mit hoher Dichte auftretenden Netzüberlastungen zu verringern und die Abdeckung in Innenbereichen zu verbessern, die mit herkömmlichen Mobilfunknetzen nur schwer erreichbar sind.

Über hohe Geschwindigkeiten hinaus
LTE ist viel mehr als nur eine Möglichkeit, Videos auf unserem Handy anzusehen. Heute umfasst es auch die Fähigkeit, Anwendungen mit mittlerer, niedriger und sogar extrem niedriger Bandbreite wie beispielsweise einen IoT‑Sensor zu unterstützen. Neben Smartphones könnten bald auch eine Vielzahl anderer Geräte LTE zur Kommunikation nutzen.