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u-blox – 20 Jahre

u-blox_20 years

1997 – Daniel Ammann, Jean‑Pierre Wyss und Andreas Thiel erfanden im Rahmen ihrer Postgraduierten‑Forschung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich das kleinste GPS‑Modul der Welt. Die Idee war so einfach wie genial und innerhalb weniger Monate schlossen sie sich mit ihrem Professor und einem wohlwollenden Mentor und Investor zusammen, um u‑blox zu gründen.

Der erste Erfolg liess nicht lange auf sich warten: Das System für die Schwerverkehrsabgabe (LSVA) in der Schweiz wurde mit der Technologie von u‑blox ausgestattet. Dieser Meilenstein in der Unternehmensgeschichte erzielte sofort wirtschaftlichen Erfolg, und es wurde eine internationale Vertriebsorganisation geschaffen. Auch der Nachfolger des ersten Produkts des Unternehmens ging über das hinaus, was damals für möglich gehalten wurde. Das TIM‑Modul von u‑blox etablierte sich weiterhin als De‑facto‑Standard für GPS‑Empfänger in industriellen Anwendungen.

u‑blox ruhte sich nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern entschied sich dafür, unabhängig von Halbleiteranbietern zu arbeiten. Um die Jahrtausendwende begann man mit der Entwicklung eines eigenen Positionierungschips. Das Risiko bei der Verwirklichung dieser Idee war enorm, da die damalige Halbleitertechnologie kaum in der Lage war, die Features für die Herstellung eines derart komplexen Systems wie eines GPS‑Empfängers auf einem Chip zu bieten. u‑blox überraschte daher den Markt mit der Ankündigung des ersten eigenen GPS‑Chipsatzes im Jahr 2002. Im selben Jahr trat Thomas Seiler als CEO in das Unternehmen ein, nicht als weiteres Rädchen im Getriebe, sondern als Antrieb für das Unternehmen, der eine erfolgreiche Zukunft sichern sollte.

Ermutigt durch die Tatsache, dass Erfolge in peripheren technischen und wirtschaftlichen Bereichen möglich waren, führte das Managementteam das Unternehmen zu weiteren grossartigen Leistungen. Die Plattform u‑blox 5 wurde 2006 eingeführt. Es handelt sich um einen ausgereiften Chipsatz, der in einer Partnerfabrik im Rahmen einer direkten Lieferbeziehung produziert wurde.

Durch ihr kontinuierliches Engagement für Innovation und Produktentwicklung erzielte u‑blox beeindruckende Finanzergebnisse und feierte 2007 das zehnjährige Bestehen des Unternehmens mit einem erfolgreichen Börsengang (IPO) an die Schweizer Börse (SIX Swiss Exchange).

Der Pioniergeist, neue Entdeckungen zu machen und neue Produkte zu entwickeln, wurde Teil der u‑blox DNA. Im Jahr 2009 entschied sich das Unternehmen, die drahtlose Mobilfunktechnologie als weiteres Standbein in sein Positionierungsangebot aufzunehmen. Durch strategische Unternehmenszukäufe wurde der Grundstein gelegt, um das für die Entwicklung neuer Produkte erforderliche Wissen und die notwendigen Ressourcen für den erfolgreichen Vertrieb bereitzustellen. Die Markteinführungen von Mobilfunkmodulen wie LEON, LISA und SARA zeigten weiter, wie wirtschaftlicher Erfolg mit unternehmerischem Mut, klarer Vision und technischer Exzellenz erreicht werden kann.

Nach diesem rasanten Wachstum hätte man eine Phase der Konsolidierung erwarten können. Die DNA von u‑blox kam jedoch zum Tragen und die Geschäftsleitung – zu der immer noch die ursprünglichen Gründer von 1997 gehörten – unternahm zusammen mit CEO Thomas Seiler und CFO Roland Jud den nächsten Schritt in eine Zukunft, die von Wireless‑Kommunikation geprägt war. Im Jahr 2014 erweiterte u‑blox ihr Portfolio um die Kurzstrecken‑Funkdatenübertragung auf Basis von Bluetooth®- und Wi‑Fi‑Technologien.

Die Möglichkeit, Kombinationen von Technologien für die Drahtloskommunikation anzubieten, ist heute eine weitere Stärke der Mentalität von u‑blox: Die u‑blox Mitarbeitenden verstehen die Gesamtsysteme ihrer Kunden, in denen die Chips und Module eingesetzt werden. Dabei steht u‑blox nicht in Konkurrenz zu diesen Kunden auf ihrem Kernkompetenzgebiet. Dadurch kann u‑blox fachkundig und unabhängig beraten.

In den letzten 20 Jahren hat sich u‑blox von einem kleinen Unternehmen mit einer Handvoll Mitarbeitenden zu einem internationalen, börsennotierten Unternehmen mit über 900 Mitarbeitenden weltweit entwickelt. Trotz seiner Grösse hat sich an seiner Forschungsmentalität und ausgeprägten Neugier nichts geändert. Der Unternehmer- und Pioniergeist des Unternehmens ist im Alltagsbetrieb immer noch spürbar. Und wie seinerzeit 1997 sind sich die Unternehmensgründer Daniel Ammann, Jean‑Pierre Wyss und Andreas Thiel auch heute noch einig: das Beste kommt noch.