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Die Legosteine der autonomen Fahrzeuge nehmen Gestalt an

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Während die Technologie voranprescht, tun Regierungsbehörden ihr Bestes, um Hindernisse zu beseitigen, damit komplett autonome Fahrzeuge bald auf die Strasse kommen: 25'000 Leben hängen davon ab. Während es für die Automobilindustrie ermutigend ist, dass Präsident Obama eine Investition von 10 Jahren und 4 Milliarden Dollar vorgeschlagen hat, um die Entwicklung und Einführung sicherer, fahrerloser Fahrzeuge zu beschleunigen, erreicht die organische Verbreitung von Technologien wie präzise Positionierung, Sensorfusion und V2X‑Kommunikation bereits viele der im Vorschlag beschriebenen Ziele.

Der Vorschlag wurde Mitte Januar auf der North American International Auto Show in Detroit angekündigt und soll Hindernisse beseitigen für die Integration von „innovativer, transformativer Automobiltechnologie, die Sicherheit, Mobilität und Nachhaltigkeit deutlich verbessern kann“. Mit bis zu 20'000 Menschen, die durch vermeidbare Autounfälle ihr Leben verlieren, steht in der Tat viel auf dem Spiel. Der Budgetvorschlag würde fast 4 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von 10 Jahren für Pilotprogramme bereitstellen, um vernetzte Fahrzeugsysteme in bestimmten Korridoren in den USA zu testen und zusammen mit Branchenführern einen gemeinsamen Rahmen in mehreren Bundesstaaten für vernetzte und autonome Autos sicherzustellen.

Eine derartige Massnahme auf Bundesebene ist in den USA entscheidend, um einzelne, möglicherweise gegenläufige Massnahmen in Bundesstaaten zu vermeiden. Dadurch könnte nämlich die schwierige Situation entstehen, dass ein autonomes Fahrzeug oder eine autonome Fahrzeugfunktion in einem Staat zugelassen ist, in einem anderen Staat aber illegal oder nicht konform ist.

„Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära in der Automobiltechnologie mit enormem Potenzial, Leben zu retten, Treibhausgasemissionen zu senken und die Mobilität für die amerikanische Bevölkerung komplett zu verändern“, sagte US‑Verkehrsminister Anthony Foxx zu dem Vorschlag.

Regierungen auf der ganzen Welt arbeiten daran, herauszufinden, was sie mit autonomen Autos und ihrem Vormarsch machen sollen. Dabei kann leicht übersehen werden, wie die Technologien, die bald autonome Fahrzeuge ermöglichen werden, bereits Wirkung zeigen.

Nehmen wir zum Beispiel die genaue Positionierung. Hier hat die Technologie bereits Leben gerettet, die Nachhaltigkeit verbessert und gleichzeitig die Notwendigkeit für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur reduziert. Mit präziser Navigation, ergänzt durch Datenanalyse, ermöglichen Social Apps wie Waze den Autofahrern, Staus zu vermeiden und die bereits vorhandene Verkehrsinfrastruktur optimal zu nutzen. Diese Fähigkeit hat bereits die Sicherheit erhöht, Leben gerettet und Emissionen reduziert, indem sie unnötige Zeit auf der Strasse reduziert. Und das ist nur der Anfang. Technologien, die einen viel grösseren Einfluss auf die Sicherheit haben werden, entstehen rasant, und sie alle nehmen wie Legosteine Gestalt an, die uns zu komplett autonomen Fahrzeugen führen werden.

Nehmen wir zum Beispiel V2I (Vehicle‑to‑Infrastructure), bei dem Fahrzeuge über dedizierte Wireless‑Kanäle mit niedrigen Latenzzeiten mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren können. Zu dieser können beispielsweise Ampeln gehören, bei denen sichergestellt werden soll, dass ein Fahrzeug nicht unerwartet oder unerlaubt abbiegt. Technische Standards wie IEEE 802.11p sorgen für den erforderlichen Wireless‑Zugang mit niedrigen Latenzzeiten in Fahrzeugumgebungen (WAVE) für die V2I- und V2V‑Kommunikation (Vehicle‑to‑Vehicle).
 
Die Kombination aus präziser Positionierung und V2I/V2V ermöglicht es nun, dass Autos ihre genaue Position untereinander austauschen und mit der Infrastruktur kommunizieren, um Kollisionen zu vermeiden. Ist diese Kommunikation einmal etabliert, können Fahrzeuge auch Sensorinformationen wie relative Raumkurve, Lenkradstellung, Bremsen und andere relevante Daten austauschen. Zusammen mit visuellen Hilfsmitteln wie Head‑Up‑Displays (HUDs) erleichtert diese Fusion von Sensordaten bereits die Vorhersage der Aktionen von Fahrzeugen in der Nähe, um für Ihre Sicherheit und die Sicherheit von anderen in Ihrer Umgebung zu sorgen.

Der Audi R8 Super Bowl‑Werbespot mag inspirierend sein. In ihm bekommt ein alternder Ex‑Astronaut eine zweite Chance , seine Sehnsucht nach Tempo auszuleben. Und er legt wirklich mit Karacho los. (https://www.youtube.com/watch?v=d5XOLSE_ujg). Trotzdem ist es gut zu wissen, dass Fahrzeuge miteinander kommunizieren können, wenn wir mal über das Ziel hinausschiessen. Mit diesen verschiedenen Technologien, die jetzt zusammenarbeiten, sind wir eindeutig auf der Überholspur zu komplett autonomen Fahrzeugen, die mit allem kommunizieren (V2X, Vehicle‑to‑Everything). Wie und wann das offiziell geschieht, bleibt noch abzuwarten. Vorerst jedoch müssen die Entwickler mit den neuesten, vollständig für Automotive qualifizierten Modulen für Positionierung, Kommunikation (sowohl für die Kurzstrecke als auch Mobilfunk) und Sensorfusion loslegen. Diese Module dürften auch so weit fortgeschritten sein, dass sie nach einem typischen Automobil‑Design‑Zyklus, der mindestens zwei bis drei Jahre dauern kann, immer noch als neuester Stand gelten.

Dieser letzte Punkt ist hochinteressant, denn gerade jetzt setzt jemand irgendwo die Elemente zusammen, die das erste legale, autonome Fahrzeug bilden werden. Vielleicht ist es Google und ein Automotive‑Partner mit fortschrittlicher künstlicher Intelligenz (KI) oder ein unbeschriebenes Blatt. Dafür müsste man schon ein Orakel befragen. Unabhängig davon, die Designs sind gerade in der Mache. Für Entwickler ist es ein Wettlauf, ihre Ideen und Software mit den zuverlässigsten und qualifiziertesten V2X-, Positionierungs- und Mobilfunkplattformen zu kombinieren.

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