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Auswirkungen der vernetzten Wirtschaft auf das Datenmanagement

Big Data Management

Die Anzahl der vernetzten Dinge soll noch vor Ende des Jahrzehnts astronomisch zunehmen. Je nach Quelle liegen die Prognosen für die Anzahl der vernetzten Objekte bis 2020 bei 26 Milliarden bzw. sogar 50 Milliarden. Aber schon die kleinere Zahl dieser Angaben ist ziemlich gross. Es ist also vernünftig davon auszugehen, dass Vernetzung alltäglich werden wird und in den nächsten Jahren zu erwarten ist.

Die vernetzte Wirtschaft wirkt sich sowohl auf Verbraucher als auch auf Unternehmen aus, wobei der Gesamtmarkt für IoT‑Technologie bis 2022 auf 883.55 Milliarden US‑Dollar steigen dürfte. Unternehmen verwenden Sensoren und vernetzte Geräte, um Bestände zu verfolgen, Arbeitsplätze zu kontrollieren, Richtlinien durchzusetzen, Clickstreams auf Webservern zu überwachen und vieles mehr. Verbraucher tragen Geräte zur Überwachung ihrer Gesundheit und werden ihre Geräte immer mehr mit Sensoren ausstatten – sowohl zuhause als auch im Auto. Wir stehen am Anfang einer Gesellschaft, in der fast jedes „Ding“ (sowohl lebendig als auch unbelebt) einen angebrachten oder eingebetteten Sensor haben kann.

Die Auswirkungen dieser vernetzten Geräte werden mehr Automatisierung und Autonomie sein. Ein wesentlicher Aspekt des IoT jedoch ist die Flut an Daten. Und damit meinen wir viel mehr Daten. Internet of Things soll bereits 2018 geschätzte 400 Zettabyte Daten pro Jahr generieren. Die IDC‑Studie Digital Universe prognostiziert, dass bis 2020 die Informationsmenge des IoT etwa 10 Prozent aller Daten auf der Erde ausmachen wird.

Dieses enorme Wachstum in der Datenerstellung führt zu zahlreichen, bedeutenden Veränderungen in der IT und im Datenmanagement. Darunter sind die zunehmende Nutzung unstrukturierter Daten, das Streamen von Daten und verschiedene Formen von Datenbanksystemen, um das erhöhte Volumen zu bewältigen.

Strukturierte Daten bleiben in den meisten Organisationen das Urgestein der Informationsinfrastruktur, aber unstrukturierte Daten werden immer wichtiger. Unstrukturierte Daten sind unkonventionell (d. h. keine Zahlen oder kurze Zeichenketten). Stattdessen können unstrukturierte Daten aus Bildern und Videos bis hin zu grossen Textdokumenten und E‑Mails bestehen. Und vor allem machen unstrukturierte Daten nach Angaben der International Data Corp. etwa 90 Prozent aller digitalen Daten aus. Dies bedeutet, dass neue und unterschiedliche Methoden zur Manipulation und Speicherung unstrukturierter Daten erforderlich sind, da herkömmliche Methoden, die von älteren Datenbanksystemen verwendet werden, nicht damit funktionieren.

Streaming‑Daten sind ein weiterer wichtiger Aspekt der vernetzten Wirtschaft. Sobald vernetzte Sensoren und Geräte eingeschaltet werden, wird es immer wichtiger, die erzeugten Datenströme zu erfassen und zu lesen. Aber nicht alle Daten, die jemals von einem Sensor erzeugt wurden, müssen für die Nachwelt gespeichert werden. Stattdessen muss der Datenstrom aufgenommen, gefiltert und analysiert werden, um nach Mustern und Anomalien zu suchen. Dazu muss man aber nicht unbedingt den gesamten Datenstrom in Gänze kennen. Das wird mit dem Wachstum des IoT und der Generierung von immer mehr Daten zunehmend wichtiger.

Darüber hinaus werden neuartige Datenbanksysteme eingesetzt, die speziell für Analysen und Probleme mit grossen Datenmengen entwickelt wurden. NoSQL‑Datenbanken mit ihrer leichten Infrastruktur und ihren flexiblen Schemafähigkeiten sind immer mehr im Kommen. Häufig haben Organisationen mehrere Datenbanksysteme, sowohl der Kategorie relational/SQL als auch NoSQL. Eine bestimmte Art von NoSQL‑DBMS, eine Graphdatenbank, konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen Werten. Die Speicherung der Daten erfolgt über Graphenstrukturen mit Knoten, Kanten und Eigenschaften in einer Graphdatenbank. Bei Graphendatenbanksystemen sind die Beziehungen zwischen Datenelementen mindestens so wichtig wie die Daten selbst.

Graphen sind besonders nützlich, wenn Datenelemente miteinander verbunden sind und eine unbestimmte Anzahl von Beziehungen zwischen ihnen besteht. Stellen Sie sich beispielsweise den Unterhalt eines sozialen Netzwerks wie Facebook oder LinkedIn vor. Es gibt zahlreiche weitere Anwendungen wie Routing und Versenden, öffentliche Verkehrsverbindungen, Strassenkarten und Empfehlungsmaschinen (wie sie von Sites im Online‑Handel verwendet werden).

Natürlich gibt es viele zusätzliche Aspekte der Vernetzung und des damit verbundenen Datenwachstums. Fragen des Datenschutzes, Sicherheit und Schutz, Data Governance und Compliance sowie Metadatenmanagement sind Beispiele für wichtige Bereiche, die von IoT betroffen sind. Nun haben wir in einem einzigen Blogbeitrag bereits mehr als genug Änderungen genannt. Deshalb müssen wir diese Probleme später diskutieren…