Skip to main content

Sind Vorbilder der Schlüssel dazu, dass Frauen ihr Potenzial im Ingenieurswesen ausschöpfen?

ublox Women in Engineering Day 2018

Bis jemand die Richtung weist, erscheinen Herausforderungen oft wie gewaltige Aufgaben, manchmal sogar unüberwindbar. Jogger haben es lange für unmöglich gehalten, eine Meile unter vier Minuten zu laufen. Bis Roger Bannister kam und als erster diese Marke knackte. In den danach folgenden Monaten und Jahren haben einige andere Athleten diese Marke ebenfalls unterboten.

Könnte ein ähnliches Phänomen Frauen von der Karriere in STEM‑Bereichen (Naturwissenschaft, Technik, Ingenieurswesen und Mathematik) abgehalten haben? Wenn ja, würde dies die Bedeutung weiblicher Vorbilder, die in diesen Bereichen „ihren Mann stehen“, unterstreichen. Eine Studie aus dem Jahr 2008 [1] zeigte, dass Frauen, die mit mehr weiblichen Professoren gearbeitet hatten, in der Tat eher ein weibliches Rollenmodell für ihre Karriere haben als solche, die weniger mit einem derartigen Vorbild zu tun hatten. Und PwC stellte fest, dass 83 % der befragten Frauen im Vereinigten Königreich kein einziges Vorbild nennen konnten, das sie zum Einstieg in die Technik motivieren würde. [2]

Aber es steckt mehr dahinter, als lediglich zu beweisen, dass es tatsächlich machbar ist. In einer aktuellen Studie [3] fanden Forscher heraus, dass viele Frauen, die eine Ausbildung zur Ingenieurin absolvieren, ihren Beruf nie ausüben. Während Frauen mit einem stärkeren Bedürfnis, „sozialverantwortliche“ Ingenieursarbeit zu leisten, in die Technik einsteigen als Männer, stellte die Studie fest, dass sie oft ihre Karriere fallen liessen, weil sie von der wahrgenommenen männlich dominanten Kultur auf diesem Gebiet abgeschreckt wurden.

Wir sehen allerdings, dass immer mehr professionelle Ingenieurinnen ihre Vorbildfunktion für die nächsten Generationen übernehmen, dank Kampagnen wie dem International Women in Engineering Day (#INWED18) und unzähligen Auszeichnungen. Sie haben ein besonderes Augenmerk auf inspirierende Ingenieurinnen gelegt und jungen Mädchen gezeigt, dass sich weibliche Ingenieure in typisch männlich dominierten Bereichen positiv auswirken können. Da immer mehr Frauen in die Reihen der Ingenieure aufgenommen werden und sich für die Vielfalt der Geschlechter einsetzen, gibt es Anzeichen dafür, dass sich auch die STEM‑Kultur weiterentwickelt.

Mit unserer Schlagkraft – und unserem Talent – den Wandel unterstützen

Um die Dynamik aufrechtzuerhalten, hat sich u‑blox verpflichtet, den diesjährigen DevelopHer Innovation Award als Sponsor zu fördern. Der Preis anerkennt Frauen in der Technik, die sich durch innovative Leistungen auszeichnen.

Laut Sylvia Lu, Senior Engineer bei u‑blox, die den 2017 DevelopHer Tech Star Award gewann, „haben Ergebnisse kein Geschlecht. Es gibt noch viel zu tun, um mehr Frauen in die Technik und in den STEM‑Bereich zu bringen. Manchmal kann es entscheidend sein, eine Mentorin zur Begleitung zu haben, die ihre Erfahrungen teilt.“

Sylvia Lu wurde in diesem Jahr als Finalistin des Asian Women of Achievement Award in der Kategorie „Science and Technology“ ausgezeichnet. Das ist ein Preis, der asiatische Frauen im Vereinigten Königreich und in allen Branchen, anerkennt und würdigt, die einen wertvollen und wichtigen Beitrag zum britischen Leben leisten.

„Oft wissen Mädchen zu wenig über zukünftige Karrieremöglichkeiten. Das hindert sie daran, eine Ingenieurskarriere einzuschlagen“, sagt Lu, die auch als Mentorin in örtliche Schulen geht und dort bewährte Vorgehensweisen vorstellt.

„Wir sollten nicht vergessen, dass es im Ingenieurswesen auch um Kreativität und Innovation geht, und Zugehörigkeit sowie Teilnahme sind dafür ein Geheimrezept“, sagt Lu. In ihrer Position als Board Director bei Cambridge Wireless (CW) berät Sylvia Lu ein Tech‑for‑Good Impact Innovationsprogramm mit dem Ziel, globale soziale Herausforderungen anzugehen und vier der siebzehn von der UN festgelegten Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Das von u‑blox und anderen Partnern gesponserte Programm umfasst Themen wie FemTech, Tech for Autism, zwei weitere spannende Veranstaltungen zu Tech for Water und künstliche Intelligenz in der Infrastruktur sowie IoT (Internet of Things) sind in Vorbereitung.

u‑blox als Arbeitgeberin ist stolz auf ihre vielen Ingenieurinnen, die Forschung und Entwicklung vorantreiben, Produkte verwalten und Teams leiten, Vorbilder sind und der nächsten Generation von Ingenieuren zeigen, was alles erreichbar ist.

Wenn Sie an den Fortschritten zweifeln, die in den letzten Jahrzehnten im Kampf gegen die Ungleichheit der Geschlechter gemacht wurden, schauen Sie sich diesen Youtube‑Clip von Kathrine Switzer an, der ersten Frau, die den Boston‑Marathon lief. Wie Roger Bannister zog sie einfach durch, was niemand vor ihr getan hatte. Damit veränderte sie die Welt des Sports für immer so sehr, dass niemand heute je die Teilnahme von Frauen an Marathons in Frage stellen würde. Da sich immer mehr Frauen in der Technik bewegen, finden auch immer mehr junge Frauen die erforderlichen Vorbilder, um den Ingenieursberuf zu entdecken und sich in Zukunft einen Platz – und eine Karriere – für sich zu erobern.

Lesen Sie mehr über Sylvia Lu auf unserer LinkedIn Career Page. 

 

[1] The Need for Female Role Models in Engineering Education, Ingrid H. Bauer, School of Engineering, Women’s and Gender Studies Program, March 2008

[2] Women in Tech, Time to close the gender gap, PwC UK, 2017

[3] Persistence Is Cultural, Professional Socialization and the Reproduction of Sex Segregation, Carroll Seron et al., First Published December 16, 2015